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Tarifeinigung: Kommunen verständigen sich auf Reformwerk

Presseinformation der VKA vom 17./18.. April 2018

 

Potsdam. Die Tarifvertragsparteien im öffentlichen Dienst haben in der dritten Verhandlungsrunde eine Einigung erzielt. Beide Seiten haben sich auf eine grundlegende Änderung der Tabellenstruktur verständigt, die die Attraktivität kommunaler Arbeitsplätze steigert und die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere bei den Fach- und Führungskräften verbessert.

 

Das Ergebnis sieht für die mehr als zwei Millionen kommunalen Beschäftigten Gehaltserhöhungen in drei Stufen vor. Ab März 2018 steigen die Einkommen im Durchschnitt um 3,19 Prozent, ab April 2019 nochmals um 3,09 Prozent und ab März 2020 um weitere 1,06 Prozent. Das bedeutet in Gänze ein Kostenvolumen von rund 7,4 Milliarden Euro. Die Laufzeit beträgt 30 Monate. Damit besteht für die Arbeitgeber hohe Planungssicherheit.

 

Die Verhandlungspartner haben in den unteren Einkommen eine Mindesterhöhung vereinbart. Mit Wirkung vom März 2018 gibt es eine Einmalzahlung von 250 Euro.

 

„Die Verhandlungen in diesem Jahr kann man als außerordentlich intensiv bezeichnen. Wir sind froh, eine Einigung gefunden zu haben. Insgesamt ist der vereinbarte Kompromiss für uns akzeptabel“, so VKA-Präsident Dr. Thomas Böhle. „Wir haben gesagt, dass wir den öffentlichen Dienst zukunftsfähig machen wollen, indem wir die Arbeit der Beschäftigten angemessen honorieren und zugleich die Bezahlung der Fach- und Führungskräfte verbessern. Das ist uns mit diesem Ergebnis gelungen. Es profitieren beide Seiten davon.“

 

Über die Einkommenserhöhung hinaus wurden weitere Regelungen ausgehandelt. Dazu gehört unter anderem die mehrstufige Angleichung der Jahressonderzahlung Ost an das Westniveau. Das Ausbildungsentgelt erhöht sich in den Jahren 2018 und 2019 um jeweils 50 Euro. Der Urlaubsanspruch der Auszubildenden steigt auf 30 Arbeitstage. Die beschlossene prozentuale Entgeltsteigerung wird auf die ebenfalls von den Verhandlungen betroffenen Tarifverträge für Versorgungsbetriebe (TV-V) und Nahverkehrsbetriebe (TV-N) übertragen.

 

 

Tarifrunde 2018

Forderungen der Gewerkschaften ver.di und dbb:

 

      Lineare Entgelterhöhung von 6 %

      mindestens aber 200 Euro (= soziale Komponente)

      ein Plus von 100 Euro für Auszubildende und Praktikanten

      Laufzeit: 12 Monate

      Vorschrift zur Übernahme von Auszubildenden soll wieder in Kraft gesetzt werden

      Tarifierung einer Ausbildungsvergütung für betrieblich-schulische Ausbildungsgänge

      Erhöhung des Erholungsurlaubs für Auszubildende und Praktikanten um einen Tag auf 30 Tage

      Verbesserung der Regelungen zur Kostenübernahme der Auszubildenden beim Besuch auswärtiger Berufsschulen

      Erhöhung von Samstags-/Nachtarbeitszuschlag im Besonderen Teil Krankenhäuser

      Erhöhung des Zusatzurlaubs für Wechselschicht- und Schichtarbeit

      Einrechnung von Pausen im Krankenhaus- und Pflegebereich bei Wechselschicht

      Zusage, auf regionaler Ebene über ein kostenloses landesweites Nahverkehrsticket zu verhandeln

      Verhandlungszusage über Erweiterungen der Regelungen für leistungsgeminderte Beschäftigte

      Die Jahressonderzahlung im Osten soll auf das Westniveau angeglichen werden

      Fortschreibung der Regelungen zur Altersteilzeit

 

 

Mitgliederversammlung 2018 terminiert

 

Im Rahmen der Vorstandssitzung am 24. Oktober 2017 wurde beschlossen, die nächste Mitgliederversammlung unseres Verbandes am

 

                                   Donnerstag, dem 25. Oktober 2018, 10.00 Uhr,

                                   in der „kING – Kultur- und Veranstaltungshalle Ingelheim“

 

durchzuführen.

 

Wir bitten unsere Mitglieder, diesen Termin vorzumerken.

 

 

Termine

 

 

24. April 2018

Sitzung des Vorstandes