VKA und VKU zum Tag der Daseinsvorsorge am 23. Juni 2022


Berlin. Das Team #Daseinsvorsorge ist so gefragt wie noch nie. Die unabdingbaren Leistungen der mehr als zwei Millionen Beschäftigten des kommunalen öffentlichen Dienstes und insbesondere die mehr als 280.000 Mitarbeitenden in den kommunalen Unternehmen sind mit zunehmenden Herausforderungen konfrontiert. Sie müssen immer größere Anstrengungen aufbringen, um die Menschen mit Strom, Wärme, Wasser und schnellem Internet via Glasfaser zu versorgen und Abwasser und Abfall verlässlich, immer und überall zu entsorgen, kurz: Die Daseinsvorsorge steht unter Druck. Um dieses Gemeinwohl auch für die kommenden Generationen zu sichern, appellieren die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) an die Parteien, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Dr. Wolfgang Spree, Geschäftsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA): „Das Vertrauen in die Daseinsvorsorge ist ein hohes Gut. Die Kommunen und kommunalen Einrichtungen gewährleisten den Bürgerinnen und Bürgern dies jeden Tag aufs Neue – ob bei der Wasser- und Energiebereitstellung, bei der Abwasser- und Müllbeseitigung oder zahlreichen weiteren kommunalen Leistungen. Unsere rund 10.000 Einrichtungen und Unternehmen im kommunalen öffentlichen Dienst geben mit ihren mehr als zwei Millionen Beschäftigten der Daseinsvorsorge ein Gesicht und sorgen für gute Arbeitsbedingungen. Wir werden auch weiterhin dafür sorgen, dass dies so bleibt.

Den Fachkräftemangel, den wir auch im kommunalen öffentlichen Dienst merken, nehmen wir sehr ernst. Die Corona-Pandemie hat an vielen Stellen gezeigt, wie wichtig der kommunale öffentliche Dienst mit seinem gut ausgebildeten Personal für unsere Gesellschaft ist. So wird unsere Priorität auch in den kommenden Jahren darauf liegen, gutes Personal zu halten und neues zu gewinnen.“

Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU): „Die Mitarbeitenden der Stadtwerke und weiterer kommunaler Unternehmen – wir sagen oft „Team #Daseinsvorsorge“ – sind der Nukleus der Daseinsvorsorge: ohne sie kein Strom aus der Steckdose, kein Trinkwasser aus dem Wasserhahn, kein schnelles Internet über Glasfaser, keine warme Wohnung im Winter, keine sichere Entsorgung von Abwässern und Abfällen. Leistungen wie diese gehören so fest zu unserem Alltag, dass sie vermeintlich als selbstverständlich wahrgenommen werden. Das ist für uns die falsche Perspektive – das Spotlight auf die Daseinsvorsorge ist dieses Jahr sogar dringender als sonst: Klimawandel, Demografie, Digitalisierung und nun zusätzlich der russische Angriffskrieg in der Ukraine und die dadurch verschärfte Energiepreiskrise fordern die Daseinsvorsorge heraus. Über 280.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind jeden Tag mit viel Herzblut und Expertise im Einsatz und geben trotz der steigenden Herausforderungen weiterhin ihr Bestes. Doch damit Ver- und Entsorgungsleistungen weiter sicher und bezahlbar bleiben und wir die Klimaziele erreichen, braucht die Kommunalwirtschaft von der Politik Maßnahmen, um dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Heißt konkret: mehr Unterstützung bei der Anwerbung und Ausbildung qualifizierter Fachkräfte und eine Flexibilisierung der Arbeit hinsichtlich Zeit und Ort.

Kommunale Unternehmen sind attraktive Arbeitgeber. Wer in einem kommunalen Unternehmen arbeitet, ist Teil des Teams #Daseinsvorsorge und übernimmt mit der eigenen Tätigkeit soziale und ökologische Verantwortung. Mit der eigenen Arbeitsleistung erbringt jeder Beschäftigte einen individuellen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Die Tätigkeiten, Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten in kommunalen Unternehmen sind vielfältig, sinnstiftend und bieten vor allem eines: Sicherheit in schwierigen Zeiten.“

Hintergrund: Bereits zum sechsten Mal wird der Tag der Daseinsvorsorge in Deutschland begangen. International ist der 23. Juni der „United Nations Public Service Day“. Gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen und anderen gesellschaftlichen Akteuren stellt der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) die kommunale Daseinsvorsorge in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung. Kommunale Unternehmen und Stadtwerke decken mit ihren Leistungen und ihrer Infrastruktur neben anderen systemrelevanten Bereichen einen großen Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge ab. Mehr Informationen zur kommunalen Daseinsvorsorge gibt es auf: daseinsvorsorge.vku.de.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ist der Spitzenverband der kommunalen Arbeitgeberverbände in Deutschland. Sie regelt die Arbeitsbedingungen für die kommunalen Beschäftigten und schließt Tarifverträge mit den zuständigen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes. Die VKA vertritt fast 10.000 kommunale Arbeitgeber in Deutschland mit mehr als 2,4 Millionen Beschäftigten.

Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vertritt über 1.500 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit rund 283.000 Beschäftigten wurden 2019 Umsatzerlöse von 123 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 13 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen signifikante Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 62 Prozent, Gas 67 Prozent, Trinkwasser 91 Prozent, Wärme 79 Prozent, Abwasser 45 Prozent. Sie entsorgen jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen durch getrennte Sammlung entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 67 Prozent die höchste Recyclingquote in der Europäischen Union hat. Immer mehr Mitgliedsunternehmen engagieren sich im Breitbandausbau: 203 Unternehmen investieren pro Jahr über 700 Millionen Euro. Beim Breitbandausbau setzen 93 Prozent der Unternehmen auf Glasfaser bis mindestens ins Gebäude.